die menge macht das gift

by RADIO SCHIZO

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    >>>>> REVIEWS

    FUZE Magazine
    #44 (Feb/März 2014)
    Man muss nicht einen Ton von „Die Menge macht das Gift“ gehört haben, um zu wissen, dass RADIO SCHIZO eine dieser Bands sind, denen die Leidenschaft aus jeder Pore tropft – derart schöne Artworks finden sich eben vorwiegend im DIY-Untergrund. Musikalisch wie textlich geht es gleichermaßen in die Tiefe: der Stilmix schließt die wichtigsten Vehikel melancholischer Aggression in der Gitarrenmusik ein. Zwischen rasendem Screamo finden sich feingliedrige Fragmente aus Punk, Wave und Post-Rock, sogar ein bischen Black Metal ist dabei. Gepaart mit der intensiven Wortwahl ist das Ergebnis eine EP, vor der man sich verbeugen darf.
    Benedikt Ernst.

    VICE Magazine:
    Bestes Cover des Monats (Februar 2014)
    Kompromisslos durchgeschwungene Springer-stiefeltritte, denen bei jedem Gebisskontakt neben klumpigem Dreck auch Northcore-Referenzen von Systral bis Loxiran, Hanse-Punk-Geröchel, Postcore-Breitseiten und manchmal sogar Kajal-Krümel aus dem Rillenprofil bröckeln. Erwachsen genug, um sich von niemandem belächeln lassen zu müssen—von den Zahnlosen gleich gar nicht. Liebevoll aufgemachte, handnummerierte DIY-Veröffentlichung—natürlich. Ihr Wahrheitsgehalt sprengt sämtliche Promillegrenzen. Das ist dann einfach doch zu viel Gift für Krämerseelen. (8/10)
    Poison Hifi

    OX Fanzine
    #112  1/2014  (Februar/März 2014)
    Wunderschöne Aufmachung mit zweifarbigem Siebdruckcover, jedenfalls für eine CD. Ich präferiere eindeutig Vinyl für diese Art von Musik, die sich um Grenzen einen Dreck schert. Post-Hardcore, Punk, minimale Crust-Spuren, dreckiger Gesang und norddeutsche Schule, alles dabei und so amtlich produziert, dass es die Boxen freipustet. Herrlich dichter Bass, großartiges Songwriting mit exzellenten Spannungsaufbauten, die genau an der richtigen Stelle explodieren, wenn der Druck sich seinen Weg nach draußen sucht. Der Gastauftritt von Andreas Löhr (FLIEHENDE STÜRME/ CHAOS Z) ist kein Namedropping, er passt einfach grandios in dieses extrem kompakte, dichte Debütwerk, dem man das irgendwie nicht abnehmen will, dass es sich tatsächlich um die erste Veröffentlichung handeln soll, dazu ist es fast zu perfekt. Die können alles, von ganz leise bis Brett. Vinyl-Label, umgehend bei der Band melden und die Jungs vom CD-Format befreien. Hammer! (9/10))
    Kalle Stille

    MUSICREVIEWS.DE
    RADIO SCHIZO kommen fast aus dem Nichts (Berlin), Informationen im Netz sind äußerst spärlich gesät, und präsentieren in Eigenregie ein hervorragend aufgemachtes und mehr als respektabel eigenproduziertes Debüt. In der vorliegenden Version auf 300 Kopien beschränkt, mit zwölf verschiedenen Siebdruck-Covern veröffentlicht, und um ein exzellentes Booklet mit allen Texten ergänzt. Ganz groß. Das Beste: Die Musik kann mithalten. Eine Überraschung gleich zu Beginn, der „Einstieg“ klingt wie eine Hommage an AC/DC (wird später nochmal beinahe beiläufig aufgegrifffen, eine Fußnote - relevant, aber die Musik nicht prägend); die „Hells Bells“ läuten ein „Soziales Gefüge“ ein. Und das heißt bei RADIO SCHIZO Sehnsucht, Verlangen, Grenzverschiebungen, Flucht, Ohnmacht, Scheitern, Untergang. „Es kommt Bewegung in den Bildrand […] was hast du für den Job getan, Elan ist nicht zu leugnen, ich wünsch mich weg- ohne Reue, Schranken runter: mind the gap!“. Es ist keine freundliche Welt, die Texter und Sänger Matthias Gephart schreiend, flüsternd, mit klarer Stimme und immer inbrünstig beschwört. Dazu ein musikalisches Wechselbad aus brachialer Gewalt und gefühlvollem Schwelgen zwischen New Wave und Post Rock, ohne den Punk-Gestus aufzugeben. Nicht die Spaß-Variante, sondern der wütende, hämmernde Bastard, der sich nicht um Drei-Akkorde-Limitationen schert. Die Erben von S.Y.P.H. und der frühen FEHLFARBEN. Ein „Hassbad“, zu dem die CDU-Tanzmariechen nach einem Wahlsieg nie eine kesse Sohle auf’s Parkett legen werden. Gut so. FAZIT: Fulminantes Debüt einer Band, die vor Kraft, Enthusiasmus und Ideenreichtum geradezu birst. In diesen lauen Groko-Zeiten ist eine derartige Portion Wut, Trauer und Nachdenklichkeit eine wahre Wohltat. Und hat mit „Hassbad“, auf dem Andreas Löhr (CHAOS Z/FLIEHENDE STÜRME) als Gastsänger mitwirkt, mindestens einen potenziellen Hit an Bord. Ob exzellent aufgemachte CD oder digitaler Download, ganz egal, schlagt zu, kauft „Die Menge macht das Gift“, damit ein Nachfolger nicht lange auf sich warten lässt. (12/15)
    Jochen König

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1.
Einstieg 01:53
2.
es kommt bewegung in den bildrand / dunkle augenränder kreuzen: schnell in habachtstellung! / ohren schliessen für die freundschaft, schranken runter: mind the gap! / der monolog fährt ein krank, halbtot, unendlich müde / was hast du für den job getan, elan ist nicht zu leugnen! / ich wünsch mich weg – ohne reue schranken runter: mind the gap! / der monolog fährt ein du suchst schuld und findest hörer / zwingst, wirfst ab und lamentierst und weil du ständig nachlädst / wächst allerorts die furcht vor dir, ich weiss nicht, wohin ich schauen soll ich weiss nicht, was das für ein soziales gefüge sein soll, wo jeder sich kreuzunglücklich den erwartungen der anderen fügen muss
3.
tief und schneidend / brennend und rein / lass das bad schon mal ein man kann es kaum mehr konzentrieren / dies bleibt hier, dies ist von dir irgendwo / nirgendwo / irgendwo / nirgendwo irgendwo da unten, da glüht der erdkern, der hält das bad heiss und wenn du dich noch so sträubst / und wenn du dich und wenn du dich noch so sträubst / und wenn du dich schaum, soweit das auge reicht / sinken, bis es bis zum halse steht irgendwo da unten glüht der erdkern irgendwo / nirgendwo / irgendwo / nirgendwo irgendwo
4.
Kein Meer 04:34
tapfer haben wir uns geschlagen / in vorwürfen sind wir tief gesunken da war kein mehr – und jetzt an land: jetzt erscheint die überfahrt sehr kurz tapfer haben wir uns geschlagen / ins gesicht – und öffentlich auf dem feld der ehre haben wir tief gepflügt: in der dämmerung - und ohne schlaf wo wir säten, ist das nichts gewachsen / und ernährte uns nicht gut wo wir säten, ist das nichts gewachsen / und der hunger gab uns beiden recht wenn du immer recht hast, passt keiner in dein boot: du setzt den kurs und wartest nicht warum auch, denn im dunkeln... winkt sich schlecht und ziele auf dem wasser: bewegen sich wenn du wünschen gerne folgst, musst du die routen ändern ein schwarm von ihnen hängt im netz – doch keiner atmet mehr doch keiner atmet mehr / kein hunger – kein hunger: mehr! wo wir säten, ist das nichts gewachsen / und ernährte uns nicht gut wo wir säten, ist das nichts gewachsen / und der hunger gab uns beiden recht
5.
Zweifel 03:15
ein zweifel, ob es das wirklich wert war – ein zweifel, ob du wohl wirklich warst ein zweifel, ob es nicht langsam gut ist – ein zweifel: ob recht zur anklage bleibt man kann so sein wie du / aber man muss nicht ich könnt’ so tun wie man / aber ich will nicht ich weiss, dass du nichts gemerkt hast, obwohl klar ist, dass du immer mehr spürst ich weiss, dass du nichts gemerkt hast – aber die anderen nicht ein zweifel, ob es das wirklich wert war – ein zweifel, ob du wohl wirklich warst ein zweifel, ob es nicht langsam gut ist – ein zweifel: ob recht zur anklage bleibt man könnt so sein wie alle / doch alle gibt’s nicht sie schreiben trotzdem vieles vor – ich kann nicht aussortier’n ich weiss, dass wir viel gesagt haben: doch reden reicht erst, wenn man merkt dass all das alles viel zu tief führt / und wir es trotzdem tun – und wir es trotzdem tun du könnt’st so wollen wie ich – aber du kannst nicht wir beziehen alles auf uns / doch wir sind nicht gemeint ein zweifel / erhält dich sentimental / ich, du, er, sie, es – unklar ein zweifel / erhält dich sentimental / doch wir sind nicht gemeint ich, du, er, sie, es – unklar / wir: sind nicht gemeint
6.
ich interessier’ mich für sex und tod / nicht auch – sondern ausschließlich sex ist gut, wenn man nicht denkt / tod ist schick – und kategorisch es ist ein kommen und ein gehen / egal – wie man es dreht warum sollte man sich belasten? / augen zu, augen zu – und durch will keine blumen in meine zelle / nur kurz dich spür’n – und weg! brauch’ nur routine, keine wahl / atemlos und ohne schuld atemlos und ohne schuld / atemlos! taucht messer und gabel in asche ein, keine farbe kennt die treue was für die einen entgrenzung ist, ist bei den anderen: nur gewäsch taucht messer und gabel in asche ein, keine farbe kennt die treue was bei den einen enthemmung ist, ist bei den anderen: nur gewäsch im rahmen all eures palavers – erschließt sich mir kein horizont ihr teilt die meinung, wenn da bedarf ist / doch was genau ist eure hoffnung? doch was genau ist eure verheißung wert? doch was genau ist eure hoffnung? doch was genau ist eure verheißung wert?
7.
die stille ohne dich, die nicht da war – bevor du kamst ich hoff’, dass sie nicht kleben bleibt ich will mich nicht immer so beschwer’n blind / taub / blind die stille ohne dich ist typisch: teil der dinge, die bezeugen, dass ich niemals... begreif’, dass das, was ist: dass das, was ist, das ist, worauf / man: wartet / wartet / wartet / wartet fragezeichen tropfen, klopfen lauter wie so ein gepackter koffer ist das: deiner? / ist das – deiner? ist das: nebenan – vorbei / nebenan blind! / taub! / blind! ist das, nebenan / nebenan – vorbei
8.
Ohnmacht 07:18
deine mutter hat jetzt angst um dich / und ich kann das verstehn, ich kann das verstehn früher war es ihr auch egal, doch das will sie nicht sehn, das will sie nicht sehn deine mutter hat vieles falsch gemacht – nicht gewollt, nur geschehn, nicht gewollt – nur so geschehn deinem vater bist du so egal, dass es nicht mal mehr schmerzt, dass es nicht mal mehr schmerzt du bist schuld an seinem leid, das geht dem mann ans herz das geht ihm so ans herz du zeigst nicht gerne deine wunden / du schneidest nicht mehr auswärts, du schneidest nicht mehr auswärts ohnmacht / ohnmacht / „alle mühe ist vergeblich“ ist alles, was du sagst ohnmacht / ohnmacht / “life’s so fucking complicated” / life is...... life is life is / ohnmacht / dies ist hilflos pur / dies ist hilflos pur dies ist für dich, dies ist für dich, dies ist für dich, dies ist: ohnmacht eine lösung hab ich nicht, eine lösung hab ich nicht / keine lösung du und deine freunde / alle so süß und ziellos eine schöne junge pose: von zwei tagen depression / in vier tage weekend und für den rest bleibt die angst vor morgen für den rest bleibt die angst vor morgen – und vor der wiederholung und für den rest bleibt: abends vor dem spiegel / denkst du: ich sag nein? denkst du: ich sag nein! / und für den rest bleibt: ohnmacht für den rest bleibt: ohnmacht.

credits

released November 7, 2013

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RADIO SCHIZO Berlin, Germany

When Hardcore meets Post-Punk.
Wir glauben an Katharsis durch Wut und Aktion, nicht an Resignation.

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